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Holzbau - Massivhaus oder Fertighaus

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Massivhaus oder Fertighaus

Massivhaus oder Fertighaus: Hausbauer müssen sich vor dem Beginn der Planungen für einen Haustyp entscheiden. Beide Varianten bieten jeweils Vorteile, haben aber auch einige Nachteile. Was es bei der Wahl zu beachten gilt und welche Kompromisse eingegangen werde müssen. Doch was sind die Unterschiede zwischen Fertighäusern und Massivhäusern?

Fichtenholzziegel

Als Massivhaus wird meist ein Stein auf Stein gemauertes Wohnhaus bezeichnet, als Fertighaus ein aus großflächigen Holzbauelementen an der Baustelle zusammengesetztes Haus, wobei die Elemente in einer Fabrik vorgefertigt werden. Doch gibt es weitere Varianten. Im Gewerbebau ist der Einsatz großflächiger Betonelemente gang und gäbe, und in den USA ist es durchaus üblich, das Haus in einem oder auch in zwei Teilen aus der Fabrik zu beziehen. Doch bleiben wir bei der ersten Definition. Der Vorteil beim Fertighaus, die Vorfertigung großflächiger Elemente in der Fabrik, wirkt sich vor allem dann günstig auf den Preis aus, wenn die Bauplanung nahezu unverändert immer wieder zur Hand nehmen kann. Solche Serienhäuser werden sehr preiswert angeboten und können auch als alleinstehendes Haus noch mit den Preisen von massiven Reihenhäusern konkurrieren. Die Elemente können beispielsweise schon die Fenster mit Rollläden oder die komplette Sanitärinstallation enthalten. Früher wurde dem Fertighaus eine mäßige Qualität nachgesagt. Dies ist heute nicht mehr der Fall. Weder von der Wärmedämmung noch von der Statik hat das Fertighaus Nachteile. Bei gleicher Wandstärke weist das Fertighaus sogar die bessere Isolierung auf.

Wer individuell bauen möchte sollte das Massivhaus wählen. Heute bieten verschiedene Fertighaushersteller aber ebenfalls individuell planbare Häuser an, denen das Fertighaus nicht mehr anzusehen ist. Wer es eilig hat, wählt das Fertighaus. Denn im Gegensatz zum Massivhaus, das in Wochen Stein auf Stein gebaut wird und anschließend austrocknen muss, steht das Fertighaus in ein bis zwei Tagen, und der Innenausbau kann sofort erfolgen. Sechs Wochen nach Baubeginn Einzug – da kann kein Massivhaus mithalten. Beim Massivhaus ist mehr Eigenleistung möglich. Beim Fertighaus muss lediglich beim Innenausbau selbst Hand angelegt werden. Fertighäuser können auf Musterhaus-Ausstellungen ansehen werden. Dort kann auch die Trittschallprobe gemacht werden, denn das könnte bei ausgebautem Obergeschoss einen Schwachpunkt des Fertighauses darstellen.