Uniqueline Holzbau und Ingenieurholzbau

Holzbau - Fundamentarten

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Das Fundament des Eigenheimes

Für die Wahl der richtigen Fundamentausbildung ist es wichtig die Setzungsempfindlichkeit des Bodens, also Tragfähigkeit und Hydrologie, zu beurteilen. Der anstehende Erdboden muss die Lasten der tragenden Wände aufnehmen. Ebenfalls ist bei der Gründung auf Frostfreiheit zu achten, die Sohle des Fundamentes muss unter der Frosttiefe liegen um ein Heben des Fundamentes auszuschließen. Wasser im Boden, welches unter Frosteinwirkung zu Eis erstarrt, vergrößert sein Volumen um ca. 9% und führt damit zu einer Hebung des Fundamentes.

Fichtenholzziegel

Das Streifenfundament ist die gängigste Form für die Gründung eines Eigenheimes. Es übernimmt die Lasten der tragenden Wände und leitet diese in den Erdboden ab. Die nichttragenden Innenwände werden auf der Bodenplatte errichtet. Die Bodenplatte wird als bewehrte Bodenplatte ausgeführt. Streifenfundamente können je nach Lasteintrag bewehrt oder unbewehrt sein. Streifenfundamente werden in der Regel in Beton ausgeführt. Hierbei gibt es unterschiedliche Betonklassen die je nach Lasteintrag gewählt werden.

Die Gründungsplatte ist immer bewehrt. Die Bewehrung wird an der Unter- und Oberseite verlegt in Form von Bewehrungsmatten. Diese liegen überlappend und werden über Abstandshalter entsprechend der Stärke der Bodenplatte fixiert. Die Bewehrung wird vor dem Betoniervorgang verlegt. Gründungsplatten stehen seitlich über der Außenkante der aufgehenden (tragenden) Wände. Hier ist eine sorgfältige Außenabdichtung zwischen Bodenplatte und aufgehenden Wänden unbedingt erforderlich um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern.

Für die Herstellung der Gründungsplatte sind mehrere Arbeitsschritte notwendig. Nach Erdaushub, Bodenverdichtung, Abstellen der Schalung und Verlegung der Entwässerungsleitungen erfolgt die Einbringung einer Kiesschicht. Auf dieser Kiesschicht wird eine dünne Sauberkeitsschicht aus Magerbeton aufgebracht. Diese verhindert, dass sich die Bewehrung beim Betonieren nicht verschieben kann und der Beton der Bodenplatte kann sich nicht mit dem Erdboden vermischen. Danach wird die Bewehrung verlegt. Anschließend erfolgen der Betonierprozess und das Abziehen der Betonoberfläche. Witterungsbedingungen sind hierbei zu beachten, denn der noch feuchte Beton muss vor zu schnellem Austrocken bei heißer Witterung genauso geschützt werden wie bei Regenwetter vor einer „Verwässerung“. Zum Schluß erfolgt die Verlegung des „Fundamenterders“. Dieser wird als geschlossener Ring aus Bandstahl mit zwei Anschlüssen (Potentialausgleich und Blitzableiter) ausgeführt. Einzelfundamente werden dann ausgeführt wenn Einzellasten in das Erdreich abgetragen werden müssen, z.B. bei Stützen. Weiße oder schwarze Wannen verhindern das Eindringen von drückendem Bodenwasser. Schwarze Wannen sind herkömmliche Fundamente die eine zusätzliche Abdichtung von außen erhalten. Weiße Wannen werden aus einem Stück gegossen und bestehen aus wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton).