Uniqueline Holzbau und Ingenieurholzbau

Fichte als Baustoff für Holzhäuser

zerstörter Wald nach einem Windwurf

Fichte als Baustoff für Holzhäuser besonders gut geeignet

Das Kernholz der Kiefer und Fichte gilt aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften als idealer Baustoff für Holzhäuser. Sowohl die Fichte als auch die Kiefer gelten als äußerst robust gegenüber der äußeren Witterung, was sich insbesondere in der geringen Wasseraufnahme bemerkbar macht. Diese Eigenschaft ist gerade beim Holzhaus ein großer Vorteil, da eine geringe Wasseraufnahme das Holz weniger anfällig für den Befall mit Schimmel oder ähnlichen Schädlingen macht. Damit erfüllen Kiefer und Fichte alle Voraussetzungen für eine natürliche Langlebigkeit, die beim Holzhaus zu den wichtigsten Qualitätskriterien gehören sollte.

Das Kernholz der Fichte wird diesen Anforderungen in noch höherem Maße gerecht als es bei der Kiefer der Fall ist. Ein in Deutschland ansässiger Hersteller von Holzhäusern hat beim Fraunhofer Institut Braunschweig eine Untersuchung in Auftrag gegeben, die die Holzeigenschaften der Fichte und Kiefer miteinander vergleichen sollte. Dabei wurde für die Kiefer eine Dauerhaftigkeit von 3 – 4 ermittelt, während die Fichte auf dem Wert 4 eingestuft wurde. Das Fraunhofer Institut weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass der Unterschied zwischen Fichte und Kiefer bei der Langlebigkeit deutlich größer ist als es beim bloßen Blick auf die Bewertung den Anschein hat, weshalb beim Bau von Holzhäusern zur Verwendung des Kernholzes der Fichte geraten wird.

Als weitere Voraussetzung für eine überdurchschnittliche Langlebigkeit von Holzhäusern wird vom Fraunhofer Institut Braunschweig der sogenannte konstruktive Holzschutz ins Feld geführt. Hier raten die Experten dazu, bei den bodenberührenden Elementen des Hauses entweder ganz auf Holz zu verzichten oder diese Bauteile mit einem zuverlässigen Holzschutz zu versehen. Im Idealfall verfügt das Holzhaus darüber hinaus über große Dachüberstände, die die Wasseraufnahme an den seitlichen Wänden auf ein Minimum reduzieren. Im abschließenden Fazit wird festgestellt, dass das Fichtenholz unter Berücksichtigung aller Schutzmaßnahmen (ausreichend große Dachüberstände, Holzschutz in Bodennähe etc.) auch während längerer Regenzeiten nachweislich kaum Wasser aufnimmt und daher auch weniger anfällig für den Befall durch Schimmelpilze als andere Holzarten ist.