Holzbau - Ingenieurholzbau

Der Holzbau ist ein Fachgebiet des Bauwesens, der sich in den über Jahrhunderte überlieferten zimmermannsmäßigen Holzbau und den Holzbau gliedert. Holzbau ist aber nicht nur reines Bauen mit Holz, sondern auch oft die Kombination mit anderen Bautechniken.

Die Bedeutung des Holzbaus ist im Laufe der Zeit stark geschwankt. In den letzten Jahrzehnten wurden im Rahmen des geförderten Wohnungsbaus überwiegend mineralische, zementbasierte Bauweisen realisiert, wobei der Holzbau vollständig vom mehrgeschoßigen städtischen Bauen, mit Ausnahme der Dachkonstruktionen ausgeschlossen war. Bis zum 1. Weltkrieg hat der Holzbau eine bedeutende Rolle bei der Errichtung des Rohbaus innegehabt. Seit der Jahrtausendwende erlebt der Holzbaueine Renaissance, die sehr stark dem Ingenieurholzbau und dem Klimaschutz geschuldet sind. Wurden in den 70er bis 90er Jahren vorwiegend Scheunen, Schuppen und einfache Hütten besonders oft als reine Holzbauten errichtet, sind es heutzutage Wohn-, Geschäfts- und Bürobauten die in Holzbauweise erstellt wurden. Besonders hervorzuheben sind die vielen Häuser in Holz-Systembauweise, die sich als Fertighaus, Bausatzhaus und Rohbauhaus verkaufen.

Fachwerkbau

Holzbau - Fachwerkbau

Der Fachwerkbau ist ein Skelettbau aus Holz, bei dem die horizontale Aussteifung mittels geneigt eingebauter Streben erfolgt, bei dem die Pfosten, Ständer oder Stiele zu einstieligen Hölzern mit quadratischem Querschnitt geformt sind. In der Spätzeit dieser Bauweise kam im Alpenraum das Bundwerk, eine Holzbauweise bei der die Balken teilweise in Gitterform oder schräg über Kreuz verbunden sind, auf. Die geneigten im Winkel von meist 45 Grad verlaufende Hölzer zur Querstabilisierung nennen sich Bänder oder Bug, sie verbinden die senkrecht aufeinanderstehenden Teile.

Rahmenbau

Holzbau - Rahmenbau

Bei der Rahmenbauweise unterscheidet man grundsätzlich zwischen der Rippenbauweise, der Tafelbauweise und der Raumzellenbauweise. Bei der Rippenbauweise geschieht die Fertigung der Wände vor Ort. Bei der Tafelbauweise wird unterschieden zwischen der Kleintafelbauweise, die wiederum zur Herstellung der Raumzellen genutzt wird und der Großtafelbauweise, einem Bauablauf bei dem man die Elemente in der Fabrik vorfertigt. Der Holztafelbau entspricht vom Konstruktionsprinzip dem Holzrahmenbau, auch Holzriegelbau oder Holzständerbauweise genannt, bei dem ein Stabwerk aus senkrechten Pfosten und waagrechten Riegeln zur Lastabtragung dient.

Skelettbau

Holzbau - Skelettbau

Bei der Skelettbauweise werden Tragsysteme angewandt, die Lastabtragung erfolgt über Stützen, die mit Trägern verbunden sind und so ein Skelett beziehungsweise ein Fachwerk bilden. Die in großen Rasterabständen angeordneten Stützen leiten die Vertikalkräfte parallel zur Holzfaser ab. Vorteil dieser Bauweise ist die statisch unbelastete Nutzbarkeit der Zwischenräume des Konstruktionssystems. Im modernen Einfamilienhausbau und Geschoßbau sind so eine sehr flexible und offene Grundrissgestaltung.

Massivholzbau

Holzbau - Massivholzbau

Der Massivholzbau ist gekennzeichnet durch seinen durchgehend massiven Elementaufbau. Wand-, Dach- und Deckenelemente sind durchgehend massiv aufgebaut, die einzelnen Brettlagen können miteinander durch Dübel oder durch Holzverbindungen verbunden oder verleimt sein. Die großen, in der Regel vorgefertigten Wandelemente aus Furnierholz nutzen die Vorteile der großen Holzmasse. Durch die hohe strukturelle Festigkeit massiver Holzbauelemente wurden große Spannweiten unterstützungsfrei realisierbar. Durch die hohe, akustisch träge Holzmasse, mehrschichtige Aufbauten und unterschiedliche Wanddicken kann man erhöhte Anforderungen beim Schallschutz erreichen.

Blockbau

Holzbau - Blockbau

Der Blockbau ist eine Holzbautechnik, bei der in fühester Zeit aus nur einfach bearbeiteten Holzstämmen gebaute Behausungen errichtet wurden. Für den Bau von Holzhäusern sind vor allem die geradstämmigen Bäume und die Eckverbindungen entscheidend, da damit der Arbeitsaufwand bei der Errichtung minimiert war. Lücken zwischen den waagerecht liegenden Baumstämmen wurden mit Moos und Lehm verfüllt. Eine Weiterentwicklung erfuhr der Blockbau durch das zweiseitige Behauen der Stämme, das zu einem Balken mit flächigen Seiten führte. Derart geschichtete Wände durchdringen sich an den Ecken mithilfe von Verkämmungen oder Verblattungen der einzelnen Hölzer.

Leichtbau

Holzbau - Leichtbau

Die Holz-Leichtbauweise verfolgt das Ziel der Gewichtseinsparung als auch die Steigerung der Ressourceneffizienz. Durch die Einsparung von Roh- und Werkstoffen aber auch Energie bei der Herstellung senken sich Materialverbrauch und Gestehungskosten. Dem gegenüber steigt die Nachhaltigkeit und der Klimaschutz. Holzbauelemente wie das Uniqueline Wellenstegelement zeigen die Machbarkeit und Vereinbarkeit von Gewichtsreduzierung und Stabilität im Holzbau auf. Als nachhaltiges Baumaterial gewinnt der Leichtbau in Holzausführung ständig an Bedeutung. Fast jedes von uns entworfene System ist als Balken, Platte oder Block herstellbar.

Ingenieurholzbau

Der Ingenieurholzbau, oder auch Holzingenieurbau basiert auf Kenntnissen des Ingenieurwesens sowie der modernen Holztechnik und differenziert sich vom Holzbau des handwerklich orientierten Zimmereiwesens. Otto Hetzer, ein Zimmermeister und Unternehmer aus Weimar vertrat die Idee einzelne Brettlamellen miteinander zu verleimen, um größere Querschnitte und Längen aus diesen zu gewinnen. Am 22.Juni 1906 erhielt Hetzer für seine Erfindung "gebogener, verleimter Holzbauteile aus mehreren Lamellen, die unter Druck zusammengefügt und unlöslich miteinander verbunden sind" das Reichspatent Nr. 197773. Mit dieser einzigartigen Technologie war es erstmals möglich Bauteile und Bauwerke zu errichten, die die natürlichen Dimensionen des Holzes überwanden.

Brettschichtholz

Holzbauelemente - Brettschichtholz

Brettschichtholz ist schichtverleimtes Holz, das aus mindestens drei Brettlagen gleicher Faserrichtung besteht und vorwiegend im Ingenieurholzbau, also bei statischer Beanspruchung, verwendet wird. das so entstandene Bauteil wird als Brettschichtbinder oder Leimbinder bezeichnet. Anders als Furnierstreifenholz das als Leimholzbalken bezeichnet wird, sind die Lamellen bei Brettschichtholz mindestens 10 mm und höchstens 45mm stark. In der Regel wird ein Brettschichtholz immer aus einer Holzart hergestellt, aber es sind auch Binder aus mehreren Holzarten erstellt worden. Laubhölzer mit Ausnahme einiger Sonderanfertigungen für tragende Zwecke sind derzeit kaum eingesetzt, obwohl in den meisten europäischen Ländern längst Brettschichtholz aus Buche eingesetzt ist.

Brettsperrholz

Holzbauelemente - Brettsperrholz

Brettsperrholz ist der Überbegriff für im Bauwesen verwendete Massivholztafeln, die aus mehreren überkreuzt angeordneten Holzlagen. Ahnlich dem Furniersperrholz wird durch den kreuzweise ausgeführten Aufbau von mind. drei Lagen eine hohe Formstabilität erreicht, während jede Lage die bei Einzelbrettern auftretende Dimensionsänderung unterbindet. Der Einsatz von Brettsperrholz in Einfamilienhäusern und mehrstöckigen Wohngebäuden kann durch die Wahl der Holzart, der Holzqualität und der Stärke einzelner Lagen stark in seinen Eigenschaften variieren. Der typische Aufbau einer Brettsperrholzplatte erfolgt mit zueinander im rechten Winkel orientierten Brettlagen, wobei die Ausrichtung der Decklagen parallel ausgerichtet ist.

Formholz

Holzbauelemente - Formholz

Formholz ist ein Oberbegriff für bi- oder dreidimensional verformte Produkte aus Vollholz, Furnierholz oder Spanholz. Formholz als gebogenes Brettsperrholz, das gleich wie gerades Sperrholz hergestellt wird. Ein Massivholzelement in gebogener Ausführung ist natürlich ein Blickfang. Mit diesem Produkt sind nicht nur Tonnendächer realisierbar auch wesentliche Gestaltungsmöglichkeiten im Wandbau sind machbar. Mit der flexiblen Uniqueline Vakuumpresse ist die Herstellung von Formholzteilen sowohl im Werk als auch auf der Baustelle möglich. Die beheizbare Formpresse kann in mehrere Sektionen unterteilt, oder einstückig bis zu 25 Meter lange Formteile pressen.

Vollwandträger

Holzbauelemente - Vollwandträger

Ein Vollwandträger ist ein insbesondere im Ingenieurholzbau ein Träger aus einem senkrechten, nicht durchbrochenen Steg mit horizontalen Ober- und Untergurten. Auch ein Brettschichtholzbinder kann einen Vollwandträger darstellen. Daraus leiten sich anhand der Bauform einige Trägerformen ab. Dazu zählen Satteldachträger, Parallelträger, Fischbauchträger, Bogenträger, Pultdachträger und Sonderbauteile.

Hohlkastenträger

Holzbauelemente - Hohlkastenträger

Hohlkastenträger sind tragende Bauteile dessen Querschnitt einen Hohlraum umschließt. Die Querschnittsform verleiht Hohlkastenträgern eine hohe Steifigkeit, sowohl in der Biegung als auch in der Torsion. Zu den Hohlkastenträger gehören das Trapezstegelement und das Fachwerkstegelement. Durch die Wände eines Hohlkastens ergibt sich ein großes Biegewiderstandsmoment.

Fachwerkträger

Holzbauelemente - Fachwerkträger

Ein Fachwerkträger ist ein aufgelöstes Tragwerk, eine ressourcenschonende Alternative zu Vollwand-BSH-Trägern mit Spannweiten unter 60 m. Fachwerke lassen sich nahezu in allen Formen herstellen, die am öftestens eingesetzten Fachwerkstypen sind Ständerfachwerk und Strebenfachwerk. Gurte aus Laubholz, insbesondere Buchenholz führen zur einer signifikanten Erhöhung der Querdruckfestigkeit im Anschluss.

Wand-, Decken-, Dachelemente

BSP, CLT oder X-lam - mehrlagig kreuzweise verklebte Wandelemente sind Bauteile für den modernen Holzbau, die individuell abgebunden und montagebereit vorgefertigt auf die Baustelle kommen. Vorgefertigte Außenwandelemente sind mit verputzter Fassade, mit Holzfassade, oder roh erhältlich. Großformatigen Massivholzplatten sind für Wände, Decken und als Dachelement einsetzbar.

Wandelemente

Holzbau - Wandelemente

Wandelemente aus Massivholz: Bei den Wandelementen aus Massivholz gibt es zuweilen fünf unterschiedliche Verbindungstechniken. Bei Brettsperrholz oder Brettstapelholz sind die Lagen verklebt, gedübelt, genagelt oder mittels Holzverbindungen gefügt. Wandelemente in Holztafelbauweise: Der wesentliche Unterschied zur Holzrahmenbauweise liegt in der Beplankung der Wandelemente. Hierzu wird bei der Beplankung meist OSB oder Massivholzplatten und Holzwerkstoffplatten verwendet. Wandelemente in Holzrahmenbauweise: Das Konstruktionsprinzip der Holzrahmenbauweise besteht aus einem aus Balken tragenden Gerüst, das durch Beplankungen aus Brettern oder Bohlen ausgesteift wird. Dämmstoffe oder Speicherstoffe sind im Hohlraum zwischen der inneren und äußeren Beplankung eingebracht. Wandelemente in Fachwerkbauweise: Das Konstruktionsprinzip der Fachwerkbauweise legt einen Konstruktionsraster zu Grunde, demnach die Außenwandelemente und Innenwandelemente situiert sind. Wandelemente in Hohlkammerbauweise: Die in Hohlkammerbauweise erstellten Wandelemente sind vorwiegend dreilagig aufgebaut, wobei die erste und zweite Lage die Massivholzwand darstellen, die durch eine dritte Lage, meist Stege, voneinander beabstandet sind. Wandelemente in Rippenbauweise: Hier handelt es sich vielmehr um ein einlagiges Wandelement mit einer einseitg verbundenen Platte. Wandelemente in Sandwichbauweise: Die Sandwichbauweise ist ein Konstruktionsprinzip, bei dem beide Decklagen durch eine Kernlage flächig verbunden sind, indem die Decklagen durch eine meist Dämmschicht getrennt sind.

Deckenelemente

Holzbau - Deckenelemente

Ähnlich wie bei den Wandelementen, haben sich im Laufe der Zeit einige Deckenaufbauten entwickelt. Holzdecken sind nicht nur bei Holzhäusern gerne gesehen, auch im Ziegelbau und neuerdings bei großen Wohnbauten in Verbindung mit Beton gerne angewendet. Deckenelemente aus Massivholz: Decken in Brettstapelbauweise sind als Massivholzdecken sehr tragfähig, wenngleich sie meist einachsig gerichtet sind, Brettsperrholzdecken sind Massivholzdecken mit beidachsig gleicher Beanspruchung. Deckenelemente in Hohlkammerbauweise: Hohlkastendecken sind neuere Entwicklungen im Holzbau, die einerseits ein große Spannweite erlauben und andererseits den allerhöchsten Anforderungen an Schall- und Brandschutz bei geringer Konstruktionshöhe genügen. Deckenelemente in Rippenbauweise: Das typische Deckenelement in Rippenbauweise stell die Holzbalkendecke dar. Sie ist die einfachste Form der Holzdecke und beruht auf einem Prinzip der Konstruktion. Deckenelemente in Sandwichbauweise: Plattenförmig verleimte Decken aus Brettsperrholz, Furnierschichtholz oder Mehrschichtplatten lassen ein flächiges Tragverhalten zu. Die Mittelschicht einer Sandwichdecke besteht meist aus druckfestem Dämmstoff. Deckenelemente in Verbundbauweise: Das Uniqueline Verbundelement zeigt ein in Europa bewährtes System, die Holz-Beton-Verbunddecke. Aufgebaut ist die Deckenkonstruktion aus einer tragenden Holzschicht in Form vom Massivholz, Furnierholz oder Holzwerkstoff, die die auftretenden Zugkräfte aufnimmt und einer aus Beton bestehenden Deckschicht die mittels Kammsystem mit-einander verbunden sind.

Dachelemente

Holzbau - Dachelemente

Dachelemente aus Massivholz: Auch Dachelemente kann man aus Massivholz herstellen. Die bekanntesten Massivdach Elemente sind Brettsperrholzelemente und Holzelemente aus Brettstapelholz. Dachelemente aus Massivholz besitzen eine große Holzmasse die sich im Sommer durch eine sehr gute Wärmeabschottung auszeichnen. Massivholzdachelemente sind auch aus nebeneinander positionierten Schalungsträgern herstellbar, insbesondere bei hohen Schneelasten und Windlasten bieten sie hervorragende Tragfähigkeit. Dachelemente aus Massivholz, insbesondere verdübelte, mit kreuzweise angeordneten Hölzern finden in manchen Bauten ihre Anwendung. Dachelemente in Hohlkastenbauweise: Hohlkastenelemente aus verschiedenen Nadelholzlamellen zusammengesetzt und verklebt. Die Elemente eignen sich durch ihren optimierten Querschnitt besonders auch zur Überbrückung großer Spannweiten mit hohen Beanspruchungen. Dachelemente in Zellenbauweise: Die Zellenbauweise ist durch einen Ober- und Untergurt sowie mindestens einem Mittelsteg aus Sperrholz oder Holzwerkstoff gekennzeichnet. Das Trapezstegelement oder das Wellenstegelement sind durch ihr hohes Biegemoment für Dachkonstruktionen mit großen Spannweiten gedacht. Auch das Fachwerkstegelement ist durch die charakteristische Zellenbauweise als Dachelement einsetzbar, da es über eine enorme Tragkraft und Biegesteifigkeit verfügt. Dachelemente in Holzrippenbauweise: Vorgefertigte Dachelemente in Holzrippenbauweise erzielen durch eine kurze Montagezeit höhere Wirtschaftlichkeit.

Ingenieurholzbau - Dachbinder

Dachträger

Satteldachträger mit geradem Untergurt

Satteldachbinder stellen aufgrund der dem Kräfteverlauf und der Dachneigung angepassten Trägergeometrie wirtschaftliche Lösungen zum Überbrücken größerer Spannweiten dar. Mit geradem Untergurt besitzen Satteldachträger eine dem Kräfteverlauf und der Dachneigung angepassten Trägergeometrie. Die maximalen Dachneigung bei kurzen Spannweiten liegt unter 10°, bei größeren Spannweiten sogar noch kleiner. Eine stärkere Dachneigung ergibt zwangsläufig eine größere Trägerhöhe, dies ist aber aus Transportgründen meist ungünstig.

Holzdachträger

Satteldachträger mit angehobenem Untergurt

Bei Satteldachträger mit angehobenem Untergurt kann hier die Dachneigung bis 20° betragen. Es lassen sich Dacheindeckungen die eine stärkere Dachneigung zur Entwässerung erfordern, einsetzen. Außerdem wird gegenüber Trägern mit gerader Unterkante durch ihre Formgebung das Material wirtschaftlich besser genutzt. Bei unterschiedlicher Neigung des oberen und unteren Randes entsteht ein Rechteckquerschnitt mit veränderlicher Höhe über die Trägerlänge.

Dreigelenk-Rahmen-Binder

Dreigelenk-Rahmen

Dreigelenk-Rahmensysteme sind wegen der äußerst effizienten Kraftabtragung sehr Material sparend. Die Gelenke lassen sich keilgezinkt, gebogen, gedübelt oder aufgelöst ausführen. Anders als die einfachen BSH-Träger sind Rahmentragwerke in der Lage, vertikale und horizontale Lasten aufzunehmen. Aufgrund der niedrigen Fundamentkosten sind Dreigelenk-Rahmensysteme sehr wirtschaftlich. Die Rahmentragwerke werden für Sport- und Erholungsgebäude, für Industrie- und Lagerhallen oder Reithallen oder sonstige landwirtschaftliche Zwecke verwendet.

Bogenträger

Bogenträger

Bogentragwerke eignen sich zur Überspannung großer Spannweiten. In der heutigen Architektur ein nicht mehr wegzudenkendes Gestaltungs element sind Bogentragwerke. Einfache Formgebung, hohe Wirtschaftlichkeit und geringes Eigengewicht zeichnen den Bogenträger aus.

Mehrfeldträger

Mehrfeldträger

Der Vorteil von Durchlaufträgern gegenüber statisch bestimmten Systemen ist die in der Regel geringer ausfallende Durchbiegung. Das Tragsystem Mehrfeldträger ist bei großflächigen Produktions- und Lagerhallen aus wirtschaftlichen Gesichtpunkten vorrangig.

Fischbauchträger

Fischbauchträger

Der an der Unterkante des Tägers parabelförmige Verlauf eines Fischbauchträgers spiegelt den statischen Momentenverlauf optimal wieder. Bauherren, aber auch Architekten empfinden den harmonischen Verlauf eines Fischbauchträgers architektonisch ästhetisch und elegant.

Holzbau - Dachbinder

Sparrenbinder

Sparrenbinder

Der einfache Dachbinder wie er beim Sparrendach Verwendung findet, aus zwei Sparren und einem Deckenbalken bestehend und ist auch als Satteldachbinder bekannt. Die Abfolge der in sich festen Sparrenbinder wird Gespärre genannt.

Bohlenbinder

Brett-, oder Bohlenbinder

Sind größere Dachkonstruktionen mit Trägern aus nebeneinandergelegten und miteinander vernagelten Bohlen oder Brettern erstellt, nennt der Fachmann die Holzkonstruktion Bohlen-, oder Brettbinder. Sie sind extrem leicht und meist als Fachwerk ausgeführt.

Nagelbinder

Nagelbinder

Hierbei handelt es sich vorwiegend um Fachwerkbinder aus Druck- und Zugstäben, die an den Knotenpunkten mittels hölzernen Laschen und Nägeln nach einem genauen Nagelbild kraftschlüssig verbunden werden.

Nagelplattenbinder

Nagelplattenbinder

Nagelplattenbinder sind ebenfalls Fachwerkbinder, die in den Knotenpunkten mit Stahlblechplatten aus denen in regelmäßigen Abständen schmale Blechstücke herausstehen, verbunden sind.

Kehlbalkenbinder

Kehlbalkenbinder

Überschreiten die Sparren des Binders eine gewisse Länge, so ist es aufgrund von übermäßiger Durchbiegung, den Binder zusätzliche, meist horizontal angeordnete Hölzer einzufügen.

Leimbinder

Leimbinder

Aus 10 bis 45 mm starken Holzlamellen wird durch faserparalleler, schichtweiser Verleimung ein beliebig großer Holzquerschnitt erzeugt.

Holzbau - Dachstuhlarten

Sieht man die vielen unterschiedlichen Dachformen, könnte man davon ausgehen, dass die Dachform in einem engen Zusammenhang mit dem Dachstuhl steht. Bei genauerer Betrachtung erkennt man, dass all diesden Dachformen meist nur drei wirklich gängige Dachstuhlarten zu Grunde liegen.

Sparrendach

Sparrendach

Die einfachste und am schnellsten zu errichtende Dachstuhlart ist das Sparrendach. Die schräg liegenden Balken, die Sparren, laufen dabei zu einem Dreieck zusammen und werden an der Spitze als Dachfirst vorwiegend überplattet oder mit Schlitz und Zapfen kraftschlüssig gegeneinander verbunden. Der Dachraum ist frei von störenden Balken, die Raumhöhe geht bis zum Dachfirst. Die Spannweite eines zimmermannsmäßig hergestellten Sparrendachs umfasst eine Breite bis etwa 12 Metern während der Sparrenabstand je nach Dimension des Sparrens zwischen 75 Zentimetern und einem Meter liegt.

Kehlbalkendach

Kehlbalkendach

Das Kehlbalkendach ist eine Weiterentwicklung des Sparrendaches, indem in etwa Raumhöhe pro Sparrenpaar ein oder mehrere waagrecht angebrachte Holzbalken, die sogenannten Zangen eingesetzt sind , die mit den Sparren ein Dreieck bilden, und so die Durchbiegung von großen Sparrenlängen entgegenwirken. Vorteil ist eine stabilere Konstruktion und eine waagrechte Raumbegrenzung. Der Dachraum wird durch die Kehlbalken in einen unteren und einen oberen geteilt, indem der untere die Form eines Trapezes besitzt, der obere eine dreieckigen Querschnitt aufweist und als Spitzboden bezeichnet wird.

Pfettendach

Pfettendach

Das Pfettendach ist eine traditionelle Dachkonstruktion, bei dem die namensgebenden Bauteile die Pfetten, das sind waagerechten Balken die parallel zur Längsausrichtung des Gebaudes situiert sind. Pfetten sind somit länsorientierte Balken, auf denen die quer zur Firstrichtung gestaffelten Sparren bevorzugt in etwa der Raumhöhe aufliegen. Unterschieden werden je nach Bauart des Daches Mittelpfetten und Firstpfetten, wobei Dachstühle mit Mittelpfetten haben häufig keine Firstpfette aufweisen. Pfettendächer können mit deutlich flacheren Dachneigungen ausgeführt werden als Sparrendächer.

Stehender Stuhl

Jeder stehende Stuhl enthält lotrechte Pfosten, die auf einer Linie unterhalb der Pfette(n) aufgereiht sind und die Last abtragen, die Stuhlsäulen.

einfach stehender Stuhl

Beim einfach stehendem Stuhl sind die Stuhlsäulen exakt auf einer Linie unterhalb der Firstpfette aufgereiht. Dies setzt aber eine tragende Wand in Gebäudemitte voraus, auf die die Stuhlsäulen ihre Kräfte abtragen können.

zweifach stehender Stuhl

Ein zweifach stehender Stuhl besitzt keine Firstpfette sondern Mittelpfetten. Diese sind wie beim einfach stehenden Stuhl durch jeweils einreihig angeordnete Stuhlsäulen unterstellt. Der Dachraum zwischen den Mittelpfetten ist in voller Höhe als Raum nutzbar.

mehrfach stehender Stuhl

Beim mehrfach stehendem Stuhl kann sowohl die Firstpfette und die Mittelpfetten unterstellt sein. Auch ist eine außer der Gebäudewand auf einer Konsole aufliegende "Flugpfette" möglich. Sie verringert die Durchbiegung bei großem Dachüberstand.

Liegender Stuhl

Ein Liegender Stuhl zeichnet sich durch schräg angesetzte Stuhlsäulen aus, deren Fuß in unmittelbarer Nähe zur Außenwand liegen. Vorteil ist dabei, dass die Stuhsäulen die Außenwand belasten und nicht die Geschoßdecken in ihren freitragenden Bereichen. Daraus ergibt sich ein geringeres Biegemoment, das zu einer statisch wesentlich günstigeren Situation beiträgt. Ein weiterer nicht unwesentlicher Vorteil dieser Anordnung liegt in einer besseren Nutzbarkeit des stützenfreien Dachraumes.

Hängewerk

Das Hängewerk ist ein Tragwerk im Holzbau, bei dem ein belasteter Balken (Bundbalken oder Binderbalken) auf Pfosten aufgehängt wird. Die Hängepfosten nehmen die aus der Last resultierenden Kräfte auf und leiten sie beim einfachen Hängewerk in die Streben, beim doppelten Hängewerk fließt die Kraft in Spannriegel und Streben.

Sprengwerk

Auch das Sprengwerk ist ursprünglich ein Tragwerk im Holzbau, bei dem die auf dem Träger geleitete Kraft durch schräge Streben unter dem belasteter Balken (Bundbalken oder Binderbalken) in das Lager abgeleitet wird. beim einfachen Sprengwerk gibt es nur Streben, wogegen beim Doppelten Sprengwerk die Kraft in Spannriegel und Streben geleitet wird.

Hängesprengwerk

An einem Hängewerk hängt der belastete Bauteil, an einem Sprengwerk wird er von unten gestützt, um noch größere Spannweiten zu erreichen, lässt sich das Hängewerk und das Sprengwerk zu einem Hängesprengwerk kombinieren.

Holzbau - Dachform

Die Dachform ist das Erscheinungsbild einer Dachkonstruktion, im engeren Sinne seine äußere Form. Die bautechnische Umsetzung wird durch die Dachkonstruktion vorgegeben, während jede Dachform ihre eigenen Parameter aufweist. Dachformen lassen sich in 3 Kategorien einteilen.

  • einflächig oder mehrflächig
  • ebenflächig oder krummflächig
  • gerichtet oder ungerichtet

  • Flachdach: Das Flachdach besitzt eine Dachneigung unter 10 Grad, solange der mehrschichtiger Dachaufbau kein oder lediglich ein geringes Gefälle aufweist. Das Flachdach liegt derzeit voll im Trend, ob beim Einfamilienhaus, beim Bungalow oder im mehrgeschoßigen Wohnbau. Pultdach: Ein Pultdach ist eine Dachform aus nur einer geneigten Dachfläche, die durch die einflächige Bauweise die perfekte Dachform für die Photovoltaik genutzt werden kann. Die niedrigere Kante bildet die Dachtraufe, die höherliegende den Dachfirst. Satteldach: Das Satteldach, auch Giebeldach genannt, ist der Klassiker unter den Dachformen und die meistgewählte Dachform beim Hausbau. Das Satteldach besteht aus zwei geneigten, meist rechteckigen Dachflächen, die an der oberen Kante einen Dachfirst ausbilden. Frackdach: Das Frackdach ist im Wesentlichen ein Satteldach, das eine Besonderheit aufweist. Die Dachflächen sind unterschiedlich lang, der Dachsaum einer Dachfläche liegt höher, obwohl beide Dachflächen die gleiche Neigung aufweisen, daher auch der Ausdruck einhüftig. Nurdach: Das Nurdach besitzt meist gleiche Dachflächen die beide bis zum Boden reichen. Der Dachsaum des Nurdaches kann direkt mit dem Boden kommunizieren oder in Tropfhöhe enden. Meist ist unter der Dachfläche kein Wandaufbau zu erkennen. Schmetterlingsdach: Beim Schmetterlingsdach handelt es sich um eine Dachform, bei der ein Paar einander zugeneigte Dachflächen V-förmig verbunden sind. Die Dachneigung ist umgekehrt des Satteldaches. Anstatt eines mittigen Dachfirsts besitzt das Schmetterlingsdach eine zentrale Rinne. Zeltdach : Das Zeltdach ist eine dreiflächige Dachform, bei der sich mindest. drei gegeneinander geneigte Dachflächen an einem Firstpunkt treffen aber keine Firstlinie ausbilden. Zeltdächer sind eine Sonderform des Walmdaches, vier Dachflächen bilden ein Pyramidendach. Walmdach: Ein Walmdach besitzt immer einen Dachfirst, die Dachflächen bestehen aus mindestens zwei trapezförmigen Hauptdachflächen und mindestens zwei dreieckigen Giebeldachflächen. Walmdächer können auf grund iher abgestützen Dachflächen höhere Kräfte aufnehmen. Krüppelwalmdach Wird die Dachfläche des Giebels nicht vollständig abgewalmt, ist diese nicht vollständig ausgebildet, das nennt sich verkrüppelt. Bei gleicher Traufenhöhe und trapezförmiger Dachfläche handelt es sich um einen Fußwalm, bei dreieckiger Dachfläche um eine Schopfwalm. Mansarddach: Bie einem Mansarddach verfügt die untere Dachfläche eine Steilere Neigung als die obere Dachfläche. Sind nur die beiden Hauptdachflächen "abgeknickt" handelt es sich um ein Mansardgiebeldach, wogegen vier "abgeknickte" Dachflächen ein Mansardwalmdach darstellen. Sheddach: Ein Sägezahndach oder auch Sheddach, besitzt mehrere satteldachartige Dachaufbauten, indem jeder Reiter zwei unterschiedlich geneigte Dachflächen besitzt. Die steilere Dachfläche ist meist veglast und nach Norden ausgerichtet, um direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Tonnendach: Das ist eine Dachform, die bei rundbogigem Querschnitt ohne erkennbaren First als Tonnengewöbe, bei spitzbogigem Querschnitt Spitztonne genannt wird. Ein Tonnendach dessen Querschnitt einem Kreisabschnitt ähnelt, wird als Bogendach bezeichnet. Zollingerdach: Die Dachkonstruktion Zollingerdach ist eine freitragende Dachkonstruktion nach einer Systembauweise, bei der gleichartige, vorgefertigte Einzelelemente rautenförmig zu einem Stabnetztragwerk zusammengesetzt sind. Kegeldach: Ein Kegeldach ist eine Dachform, die einem geraden Kreiskegel von spitzem bis stumpfem Winkel entspricht. Kuppeldach Die allgemeinste Form ist die Kuppel in Form einer Halbkugel. Die sphärisch geformten Raumabdeckungen sind durch Drehung eines Halbkreises, Ellipsen-, Parabel- oder Spitzbogens um eine Vertikalachse konstruiert.



    Haustypen - Holzhaustypen

    Der wohl beliebteste Haustyp ist das Einfamilienhaus, ein alleinstehendes Haus mit Garten, Terrasse oder Balkon, hergestellt aus nachhaltigen und gesunden Baumaterialien, bietet es so genügend Wohnraum für kleine und große Familien. Jedes Einfamilienhaus lässt sich als Architektenhaus bauen, es bringt vor allem eines mit sich: Individualität. Architekten sind Profis darin, Ideen sinnvoll umzusetzen. Je nach Bauherr lässt sich das Einfamilienhaus als Holzfertighaus oder Massivholzhaus fertigen. Aber auch Schwedenhäuser sind Häuser in Holzbau Technologie. Das am augenscheinstliche Holzhaus ist das Holzblockhaus, das eigene Zuhause auf dem Lande, mitten in der Natur. Der individuelle, passende Haustyp sorgt für Unabhängigkeit und Freiheit.

    Holzhaus

    Das Holzhaus

    Haustypen in Holzbauweise treten immer stärker nachgefragt hervor. Das liegt darin begründet, dass Familien und Bauherren ein Haus bauen, das mit natürlichen Baustoffen erstellbar ist und für eine wohngesunde Lebensweise sorgt. Neben einer natürlichen Wohnatmosphäre überzeugen Holzhäuser vor allem mit einer hervorragenden Öko-Bilanz. Der Einsatz von Holz ist sowohl modern als auch traditionsreich, nicht umsonst haben unsere Vorfahren diesen Baustoff so exzessiv genutzt. Wenngleich Holzhäuser schon seit Jahrhunderten gebaut wurden, ihr Aussehen und ihre Technik wurden immer der Zeit angepasst. Noch vor wenigen Jahren galt Holz als wenig zeitgemäßer Baustoff, wurde das Holz in den letzten Jahrzehnten von Tonziegel, Beton, Stahl und Glas abgelöst. Doch dies hat sich nn den letzten Jahren wieder grundlegend geändert, Holz als Baustoff wurde regelrecht neu entdeckt und gewinnt wieder an Bedeutung.

    Holzblockhaus

    Das Holzblockhaus

    Ein Holzhaus ist immer dann ein Holzhaus, wenn sein Tragwerk aus Holz besteht. Häuser in massiver Holzbauweise sind beispielsweise das Rundstammhaus und das Holzblockhaus, aber auch das Massivholzhaus. Das Holzblockhaus verbindet die positiven Eigenschaften des natürlichen Baustoffs Holz mit einer einzigartigen Konstruktion. Die massiven Nadelholzstämme eines Rundstammhaus beschreiben einen Baustil der Gebäude ausschließlich mit Rundholzstämmen und natürlichen Holzverbindungen errichtet. Die bekannteste Bauart solcher massiver Hölzhäuser sind kanadische Blockhäuser aus Naturstamm oder Rundstamm. Europäische Bauarten der Blockbauweise, sind die zweiseitig behauenen Stämme und die Blockbohlen, die vielmehr gesägt werden. Mit dem Holzblockbau findet eine traditionelle Bauweise auch heute mehr den je ihre Anwendung.

    Massivholzhaus

    Das Massivholzhaus

    Der Begriff Massivholzhaus ist ein wenig schwammig, denn sowohl das Holzblockhaus, insbesondere der Holzblockbau, die Bauweise mit Massivholzplatten als auch die Bauweise mit Holzziegeln sind aus Massivholz. Am ehestens trifft diese Bauweise das Bauen mit mehrschichtigen Massivholzplatten. Brettsperrholz, gängige Produktbezeichnungen: BSP für Brettsperrholz, KLH für Kreuzlagenholz oder CLT für Cross Laminated Timber eröffnet dem Holzbau neue Chancen. Der Holzbau entwickelt sich von einer stabförmigen zu einer großflächigen Bauweise, individuell geplante, unendliche Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Massiv mit Holz bauen kann auch heißen, Bauweisen zu verwenden, die frei von Leim und Giftstoffen ist, indem die gedübelten Wandelemente oder die genagelten Vollholzplatten eine bedeutende Rolle spielen. Viele Bauherren sehen im modernen Massivholzhaus die moderne Version des Blockhauses.

    Holzhaus in Holzziegelbauweise

    Das Holzhaus in Holzziegelbauweise

    Holzziegel und Holzbausteine aus Holz zum Bau einer Holz-Ziegel-Massivwand. Ein HolzZiegel-Haus, bestehend aus Massivholzziegel kann innerhalb kürzester Zeit vonstatten gehen. Ähnlich wie bei Legosteinen die Block für Block zusammengesteckt, gibt es bei dieser Bauweise Holzbausteine die auch ineinander versetzt, zu einer Holzwand zusammengebaut sind. Zudem sind die Holzziegel leicht mit anderen Baustoffen zu verbinden, was sie mit Dämmstoffen und Speicherstoffen kompitabel macht. Dem starken Trend der Holzbauweise entsprechend schafft man mit dem Uniqueline-HolzZiegel einen Wandaufbau der keine Wünsche offen lässt. Sie entstehen als genau codierter Bausatz für jeden Bauherren und können unter Anleitung eines Zimmermanns oder Richtmeisters zu einem Gebäude vereint entstehen. Holzziegel in verschiedenen Längen und Stärken sowie in unzähligen Kombinationen aus Nadelholz oder Laubholz bieten somit Bauherrn, Architekten und Planern unzählige Möglichkeiten.

    Holzhaus in Holzplattenbauweise

    Das Holzhaus in Holzplattenbauweise

    Beim Holztafelbau oder Holzplattenbau werd.en tragende und nicht tragende Wände sowie Deckenelemente und Dachelemente in einem Werk vorgefertigt und auf der Baustelle zusammengesetzt. Die im Werk gefertigten Holzplatten sind größtenteils Brettsperrholzplatten die aus kreuzweise aufeinander geklebten, im engeren Sinne verleimten Holzlagen bestehen. Aber auch in gedübelter Weise lässt sich Brettsperrholz herstellen, ebenso in genagelter Ausführung, bei der profilierte technisch getrocknete Bretter kreuzweise verpresst und mit recycelten Aluminium-Rillenstiften Schicht für Schicht zu Rohwandelementen verbunden sind. Durch die Dübelung und die Nagelung erspart man sich teuere Anlagen und hat trotzdem einen massiven Wandaufbau. Auch in den Dimensionen sind sie wesentlich weniger eingeschränkt als ihre Brettsperrholz Pedanten. Das Einbringen von Dämmstoffen, Speicherelementen und Faserverstärkungen in Brettschichtholzplatten ist durch Uniqueline patentrechtlich geschützt.

    Holzhaus in Holzrahmenbauweise

    Das Holzhaus in Holzrahmenbauweise

    Der Holzrahmenbau aufgrund seiner Einfachheit zu den Bauweisen mit sehr kurzer Fertigungszeit. Der Holzrahmenbau bzw. Holzständerbau ist erstaunlich flexibel und lässt sich sehr gut an bestehende Gegebenheiten anpassen. Da sich tragende Innenwände im Holzrahmenbau nicht wesentlich von den nicht tragenden unterscheiden ergeben sich Innenwände durch oder aus dem Entwurf und nicht wie im Fachwerkbau aus dem Konstruktionsraster. Die Idee der Holzrahmenbauweise besteht aus einem tragenden Gerüst, das durch beidseitige Beplankung und einer dazwischenliegenden Dämmung aufgebaut ist, daher erreicht der Holzrahmenbau bei relativ geringen Wandstärken sehr gute Dämmwerte. Einzelne Wände oder Wandgruppen sind bereits in der Zimmerei als fertige Elemente oder Module inklusive Wärmedämmung herstellbar. Wenngleich nicht nur Einfamilienhäuser in Holzrahmenbauweise zu erstellen sind, bei mehrgeschossigen Bauten greift man lieber auf Massivbauweisen im Holzbau zurück.

    Einfamilienhaus

    Das Einfamilienhaus

    Ein Einfamilienhaus, auch Einfamilienwohnhaus oder Familienhaus ist als Gebäude so konzipiert, dass von einer Familie als Wohnhaus genutzt wird. Das Einfamilienhaus gehört wie auch die Wohnung zu den Gebäuden mit nur einer Nutzungseinheit, das sind im Wesentlichen ein oder mehrere Räumlichkeiten besitzt, die durch einen eigenen Zugang vom Treppenhaus oder Flur oder Grundstück abgetrennt sind. In aller Regel steht das Einfamilienhaus im Eigentum des Nutzers, woraus sich der Begriff Eigenheim ableitet, auch kann unter Umständen ein Einfamilienwohnhaus auch für einen bestimmten Zeitraum vermietet oder verpachtet sein. Das Familienhaus ist die häufigst anzutreffende Form eines Wohnhauses. Auch beide Wohneinheiten sieht man in einem Einfamilienhaus als eine Einheit an, und zwar dann, wenn die zweite Wohnung (Einliegerwohnung) gegenüber der Hauptwohnung von untergeordneter Bedeutung ist.

    Zweifamilienhaus

    Das Zweifamilienhaus

    Ein Zweifamilienhaus bietet im Gegensatz zum Einfamilienhaus beiden Familien ein Eigenheim. Im Zusammenhang mit Zweifamilienhäusern liegt der Begriff Doppelhaus. Das Doppelhaus, erstellt aus zwei baugleichen, gespiegelt angeordneten nebeneinanderliegenden Wohneinheiten, wogegen in einem Zweifamilienhaus die Wohneinheiten meist übereinander angeordnet sind. Anders als das Doppelhaus wo zwei unterschiedliche Familien wohnen können, eignet sich das Zweifamilienhaus vor allem für das Zusammenleben mit mehreren Generationen. Der Bau eines Zweifamilienhauses bei denen die Familien übereinander wohnen spart eine Menge an Geld und Energie. Das Wohnen unter einem Dach ist insbesondere für Geschwister oder Eltern - Kind sehr gut möglich.

    Mehrfamilienhaus

    Das Mehrfamilienhaus

    Das Mehrfamilienhaus ist für mehrere Mietparteien konzipiert, die Räumlichkeiten sind zu Wohnungen zusammengefasst und meist auf mehrere Geschosse verteilt. Größere Mehrfamilienwohnhäuser wurden fast immer zum Geschosswohnungsbau gezählt. Mehrfamilienwohnhäuser bilden mit etwa 31 Prozent der Wohnfläche in Deutschland den zweitgrößten Bestand an Wohnfläche. Mehrfamilienhäuser stellen ein zukunftsweisendes Wohnkonzept dar, wenn man sich die ständig steigenden Grundstückspreise ansieht. Mehrfamilienwohnhäuser in Holzbauweise sind nicht nur vergleichsweise günstig, sie bieten überdies viel Raum zum Wohlfühlen. Die Häuser für mehr Familien haben noch einen entscheidenden Vorteil, die Außenwandfläche ist im Vergleich zu Einzelgebäuden um etwa 50 % reduziert.